Die richtige Lockenpflege

Als Teenager dachte ich fälschlicherweise, ich müsste meine Haare jeden Tag bürsten. Dies hatte zur Folge, dass meine Haare danach immer total buschig aussahen und so nur im Zopf tragbar waren. Übrigens meine bevorzugte Frisur damals. Wenn ich Volumenschaum reinmachte benutzte ich tendenziell zu viel und hatte dann starre Locken.

Wie ich meine Locken früher gehasst habe, keine sanften Wellen, sondern Naturkrause die fällt wie sie will. Lieber wollte ich glatte Haare, den mit denen konnte man meiner Meinung nach, wesentlich schönere Frisuren machen.  Auch heute ist es noch so, dass Französische Zöpfe oder ähnliches nicht so lange halten und sich meine Haare wieder selbstständig machen.

Der erste Schritt zur richtigen Lockenpflege besteht darin Sulfat- freies Shampoo (Sodium Laureth Sulfate, Sodium Lauryl Sulfate, Sodium Coco-Sulfate) zu verwenden. Denn diese trocknet die Haare aus. Wer unter einem schnell fettenden Ansatz leidet dem empfehle ich Heilerde (2 EL mit Wasser zu einem Brei mischen und einmassieren). Oder man benutzt nur silikonfreie Conditioner zum Waschen der Haare, es beinhaltet auch reinigende Inhaltsstoffe, schäumt aber nicht. Die mit Silikon machen die Haare nach einer Weile komisch, so als ob sie fettig wären, es aber nicht sind. Den Conditioner ca. 3,4 Minuten einwirken lassen und dann mit kühlem Wasser auswaschen. Dies glättet die Haarstruktur.

Erst später lernte ich, dass ich am besten mit den Fingern durch die Haare gehen muss, um die schlimmsten Knoten zu entfernen. Einen breitzinkigen Kamm habe ich auch versucht, fand ich in der Praxis aber nur semihilfreich. Ich benutze außerdem gerne Haaröl, als Hitzespray oder zum Formen der Locken. Meist benutze ich erst das Wasser in einer Sprühflasche, dann Haaröl. Dafür sprühe ich mir erst etwas Wasser auf die Haare, dann halte ich den Kopf kopfüber und sprühe nochmal ein bisschen. Dann benutze ich das Öl und knete es vor allem in die Spitzen. Im Anschluss richte ich meinen Kopf wieder auf und streichen die Haare wieder leicht runter, so dass sie nicht zu wuschig sind. Nicht zu vergessen ist dabei, dass Locken generell trockener sind und deshalb eine wöchentliche Haarmaske wichtig ist. Bei Tagen mit hoher Luftfeuchtigkeit finde ich ein Anti-Frizz Balsam sehr hilfreich.

Meine Haare bürste ich mittlerweile nur noch direkt nach dem Duschen und beginne dabei ganz unten an den Spitzen, um die Knoten vorsichtig zu entwirren. Das Handtuch wickle ich auch nur locker drum und rubbel meine Haare nicht damit trocken. An Stelle des Föhns kann man zumindest, wenn man sich abends die Haare wäscht, ein Baumwoll-T-Shirt verwenden. Dieses legt man mit den Ärmeln nach oben vor sich hin. Die Haare wirft man über den Kopf nach vorne. Dann setzt man den Kopf auf dem Shirt ab. Die unteren Enden (Seiten) werden hinter dem Kopf zusammengeführt. Dann legt man den vorderen Teil mit den Ärmeln nach hinten und bindet die Ärmel vor der Stirn zusammen.

Dieser Tipp funktioniert aber nur bei längeren Haaren, so ab Schulterlänge. Mit kürzeren habe ich es auch probiert (Kinnlang) und es sah einfach furchtbar aus. Das einzig störende am nächsten morgen ist, dass der Ansatz sehr platt aussieht und erst aufgelockert werden muss. Je nach Länge der Haare muss man noch mal ganz kurz drüber föhnen.

Wer wissen möchte welchen Lockentyp er hat und noch mehr über die richtige Pflegeroutine erfahren möchte, der kann in diesem Buch : curly girl  fündig werden.

 

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